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Montag, 7. Juli 2014
Für alles muss ich mich rechtfertigen
suvida, 12:46h
Die 5. Chemo ist endlich vorbei, noch 3 muss ich schaffen. Gott sei dank ist die Chemo nicht mehr so übel wie die letzte. Sie haben das Mittel endlich gewechselt zu Taxotere. Während der Chemo habe ich nur geschlafen, war total müde, was wohl auch an den Medikamenten gegen Übelkeit liegt. Zuhause lag ich noch einige Stunden im Bett und schlief wie ein Murmeltier und am Nachmittag war ich putzmunter. Sogar am Samstag fuhr ich mit meiner Nachbarin shoppen, machten uns einen schönen Mädelstag.
Abends musste ich dann noch für die kommende Woche Essen einkaufen, mein Freund soll ja nicht verhungern. Das war dann wohl zu viel. Beim Hochschleppen merkte ich wie kaputt ich war und hatte keine Kraft mehr. Und urplötzlich tauchte mein Freund auf, den ich eigentlich vorher gefragt hatte, ob er mit mir einkaufen gehen könnte. Aber nein, er hatte was besseres vor. Manchmal habe ich das Gefühl, dass meine Situation von anderen nicht richtig eingeschätzt wird. Sobald es mir mal gut geht, denken alle ich wäre topfit und könnte wieder alles so machen wie früher. Doch das stimmt nicht. Von der einen auf die andere Sekunde kann sich vieles ändern. Mich nervt es dann total, dass ich mich für meine Krankheit rechtfertigen muss, für meinen Zustand und für mein Befinden. Selbst am Wochenende, als ich meine Ruhe wollte und mein Freund seine Schwester zu uns einlud, obwohl ich ihm gesagt hatte, dass ich niemanden zuhause haben will, da mir alles zu viel wird. Nein da wird keine Rücksicht drauf gegeben. Ganz im Gegenteil, mir wurde noch gesagt, ich solle woanders hingehen. Wenn ich nicht mal bei mir zuhause sein kann, wo kann ich es dann sein?
Abends musste ich dann noch für die kommende Woche Essen einkaufen, mein Freund soll ja nicht verhungern. Das war dann wohl zu viel. Beim Hochschleppen merkte ich wie kaputt ich war und hatte keine Kraft mehr. Und urplötzlich tauchte mein Freund auf, den ich eigentlich vorher gefragt hatte, ob er mit mir einkaufen gehen könnte. Aber nein, er hatte was besseres vor. Manchmal habe ich das Gefühl, dass meine Situation von anderen nicht richtig eingeschätzt wird. Sobald es mir mal gut geht, denken alle ich wäre topfit und könnte wieder alles so machen wie früher. Doch das stimmt nicht. Von der einen auf die andere Sekunde kann sich vieles ändern. Mich nervt es dann total, dass ich mich für meine Krankheit rechtfertigen muss, für meinen Zustand und für mein Befinden. Selbst am Wochenende, als ich meine Ruhe wollte und mein Freund seine Schwester zu uns einlud, obwohl ich ihm gesagt hatte, dass ich niemanden zuhause haben will, da mir alles zu viel wird. Nein da wird keine Rücksicht drauf gegeben. Ganz im Gegenteil, mir wurde noch gesagt, ich solle woanders hingehen. Wenn ich nicht mal bei mir zuhause sein kann, wo kann ich es dann sein?
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