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Mittwoch, 23. April 2014
Mein einziger Wunsch zum Geburtstag
suvida, 11:04h
Endlich bin ich älter geworden, was bedeutet, dass ich meiner Heilung immer näher komme. :D
32 Jahre jung bin ich nun und der Tag war einfach wundervoll. Zuerst mit meinem Freund gefrühstückt, dann zuhause ein paar Dinge erledigt, frische selbstgemachte Pizza mit meinem Freund gegessen...hmm die war soooo lecker mit frischen Tomaten. Dann einen Blaubeerkuchen gebacken, der irgendwie etwas länger gedauert hat als gedacht. Anstatt 40Minuten 90 Minuten. War trotzdem lecker.
Zum Kaffee kamen meine Großeltern. Ja sie haben es in den 2.Stock geschafft. Meine Oma redete ein wenig, mein Opa saß immer ganz stumm da, erwähnte mal kurz das neue Osterlamm.
Mein Cousin schenkte mir ein tolles Tuch, was ich mir um den Kopf wickeln werde, sieht aus wie ein Hippie dannn. Mag ich ja total gern, ein Hippie zu sein. Solange ich meine Haare aber noch habe trage ich sie ganz offen.
Dann noch Besuch von den Schwiegereltern und der Schwester meines Freundes.
Abends gings dann zum Mexikaner mit meinem Freund und Cousin.
Der ganze Tag war gefüllt von vielen Glückwünschen, Anrufen, SMS, facebook Nachrichten und Posts.
Unser Wohnzimmer gleicht nun einem Blumenmeer.
Ich bin froh so viele tolle Freunde zu haben die den ganzen Tag an mich gedacht und mir so viel tolle Sachen zum Geburtstag gewünscht haben. Doch mein einziger Wunsch dieses Jahr ist Gesundheit, denn ohne die sind alle anderen Wünsche nutzlos.
32 Jahre jung bin ich nun und der Tag war einfach wundervoll. Zuerst mit meinem Freund gefrühstückt, dann zuhause ein paar Dinge erledigt, frische selbstgemachte Pizza mit meinem Freund gegessen...hmm die war soooo lecker mit frischen Tomaten. Dann einen Blaubeerkuchen gebacken, der irgendwie etwas länger gedauert hat als gedacht. Anstatt 40Minuten 90 Minuten. War trotzdem lecker.
Zum Kaffee kamen meine Großeltern. Ja sie haben es in den 2.Stock geschafft. Meine Oma redete ein wenig, mein Opa saß immer ganz stumm da, erwähnte mal kurz das neue Osterlamm.
Mein Cousin schenkte mir ein tolles Tuch, was ich mir um den Kopf wickeln werde, sieht aus wie ein Hippie dannn. Mag ich ja total gern, ein Hippie zu sein. Solange ich meine Haare aber noch habe trage ich sie ganz offen.
Dann noch Besuch von den Schwiegereltern und der Schwester meines Freundes.
Abends gings dann zum Mexikaner mit meinem Freund und Cousin.
Der ganze Tag war gefüllt von vielen Glückwünschen, Anrufen, SMS, facebook Nachrichten und Posts.
Unser Wohnzimmer gleicht nun einem Blumenmeer.
Ich bin froh so viele tolle Freunde zu haben die den ganzen Tag an mich gedacht und mir so viel tolle Sachen zum Geburtstag gewünscht haben. Doch mein einziger Wunsch dieses Jahr ist Gesundheit, denn ohne die sind alle anderen Wünsche nutzlos.
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Samstag, 19. April 2014
suvida, 01:55h

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Der Krebs und ich - wir sind allein
suvida, 01:53h
Nachts wenn alle schlafen ist es unheimlich. Dann steht die Zeit still - zwischen mir und dem Krebs. Ich kann ihn förmlich in meiner rechten Brust spüren. Seit der 1.Chemo merke ich, wie das von mir liebevoll genannte russische Aufräumkommando (Chemo) auf den Tumor wirkt. Es zwickt und fühlt sich manchmal dumpf an, als würde jemand darauf rumdrücken und dem Krebs sagen wollen "Nun hau endlich ab, du bist hier nicht erwünscht!" Ich hoffe der Krebs lässt sich einschüchtern, so dass mir nach der 2.Chemo gesagt werden kann 'Glückwunsch!Der Tumor hat sich verkleinert.' Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Das Leben der anderen geht stetig weiter, während ich mit meinem Tumor zuhause sitze. Es ist unsere Zeit die wir miteinander haben. Zusammen sind wir allein. Denn kein anderer muss diesen Weg gehen, außer uns 2. Dann frage ich mich, wer von uns beiden diesen Kampf gewinnen wird. Der Krebs oder ich? Normalerweise bin ich sehr positiv gestimmt und versuche generell dieser Zeit etwas positives abzugewinnen. Ich habe mehr Zeit für mich, soll tun und lassen was ich will, werde keinen teuren Friseurbesuch brauchen, keine Haarshampoos oder Rasierer kaufen müssen. Doch dann kommen immer wieder Momente, in denen ich weine und mir wünsche wieder gesund zu sein. In diesen Momenten bin ich allein, allein mit meinem Tumor.
Das Leben der anderen geht stetig weiter, während ich mit meinem Tumor zuhause sitze. Es ist unsere Zeit die wir miteinander haben. Zusammen sind wir allein. Denn kein anderer muss diesen Weg gehen, außer uns 2. Dann frage ich mich, wer von uns beiden diesen Kampf gewinnen wird. Der Krebs oder ich? Normalerweise bin ich sehr positiv gestimmt und versuche generell dieser Zeit etwas positives abzugewinnen. Ich habe mehr Zeit für mich, soll tun und lassen was ich will, werde keinen teuren Friseurbesuch brauchen, keine Haarshampoos oder Rasierer kaufen müssen. Doch dann kommen immer wieder Momente, in denen ich weine und mir wünsche wieder gesund zu sein. In diesen Momenten bin ich allein, allein mit meinem Tumor.
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Explosionsgefahr
suvida, 15:32h
1 Woche ist nun seit der ersten Chemo vergangen und ich habe mich während diesen ersten Tagen gefühlt, als würde ich nur noch aus Chemie bestehen so viel hatte ich in mir. Erst Cortison gegen die Übelkeit, dann Kochsalzlösung zum Spülen der Nieren, dann die zwei Chemo Chemikalien, dann Tabletten gegen die Übelkeit, noch mehr Tabletten gegen die Übelkeit und letztendlich nochmal zwei Spritzen gegen die Übelkeit. Ich sollte viel trinken, um alles wieder aus meinem Körper zu spülen. Hätte ich ein Streichholz ins Klo geschmissen, nachdem ich drauf gewesen bin, ich glaube unsere Toilette wäre explodiert! :D
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Donnerstag, 17. April 2014
Sie leben in einer anderen Welt
suvida, 14:42h
Meine Großeltern riefen mich heute Morgen auch noch an. Ob ich nicht vorbeikommen will, es gibt Ostereier. Als ich zu meiner Oma meinte, dass ich sehr traurig bin über ihren letzten Kommentar "Tu nicht so als ob du krank wärst" meinte sie nur ich solle doch nicht so rumspinnen. Sie hätte so etwas nie gesagt. Klar, ich bin ja auch gar nicht krank. Der Krebs ist auch nur erfunden. Dann wurde sie immer boshafter, meinte ich solle mal lieb sein. Ich habe ihr dann gesagt, dass meine Familie die einzigen sind die sich nicht um mich kümmern. Sogar die Großeltern meines Freundes (sind um die 80) kümmern sich um mich, haben mir ihre Hilfe angeboten. Dafür erfand meine Oma immer wieder eine Ausrede. Ich wohne ja im 2.Stock, wäre ihr zu hoch. Und wenn ich meinen Cousin, der bei ihr um die Ecke wohnt, besuche, dann könne ich ja wohl auch zu ihr und Opa mal fahren. Dass es mir immer nur zeitlich gut geht und ich schnell müde bin, das will sie nicht hören. Ich bin ja schließlich auch nicht krank. Mitten im Gespräch legte meine Oma dann auf. Und als meine Ma dann vom Einkaufen zurück kam, sollte sie dann auch noch zu meinen Großeltern fahren. Sie wollten ihr dann deren Leid beklagen, es gehe ihnen ja so schlecht und ich solle gefälligst zu ihnen kommen, und nicht sie zu mir.
Dass meine Mama sich so was antut verstehe ich auch nicht. Selbst sie ist vor meiner Familie nicht gewappnet. Meine Mama hat einen jüngeren Freund, das ist eine Schande für meine Großeltern. Sie haben meine Mutter sogar schon angerufen und gesagt, sie solle sich was schämen einen jüngeren Freund zu haben, es wäre peinlich und nicht angebracht.
Manchmal denke ich meine Familie lebt in einer anderen Welt, und keiner kennt sie dort.
Dass mir das nicht guttut, weiß ich. Aber ich glaube meine Familie weiß das nicht. Denn ihnen geht es ja auch nicht gut.
Dass meine Mama sich so was antut verstehe ich auch nicht. Selbst sie ist vor meiner Familie nicht gewappnet. Meine Mama hat einen jüngeren Freund, das ist eine Schande für meine Großeltern. Sie haben meine Mutter sogar schon angerufen und gesagt, sie solle sich was schämen einen jüngeren Freund zu haben, es wäre peinlich und nicht angebracht.
Manchmal denke ich meine Familie lebt in einer anderen Welt, und keiner kennt sie dort.
Dass mir das nicht guttut, weiß ich. Aber ich glaube meine Familie weiß das nicht. Denn ihnen geht es ja auch nicht gut.
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suvida, 14:31h

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Das Leben ist schön
suvida, 13:52h
Heute Morgen habe ich ziemlich lange geschlafen, bis ca 9.30...ja das ist lang für mich momentan :) Meine Ma ist früher aus dem Haus gegangen, um noch ein paar Dinge einzukaufen. Ich bin so froh, dass es sie gibt. Ohne sie wäre ich völlig aufgeschmissen in der ersten Woche nach der Chemo. Es gibt ja immer mal wieder gute und schlechte Tage.
Heute ist aber ein guter Tag. Als ich aufwachte lag ich noch eine Weile im Bett und döste nur so rum. Die Sonne schien durch das Fenster und ich machte das Radio an. Das gibt einem unheimlich viel Kraft. Aus dem Kühlschrank holte ich mir frische Himbeeren und Blaubeeren, hmm einfach nur lecker. Generell habe ich nur noch Hunger auf frische Sachen, Obst und Gemüse.
Dann Laptop an, facebook Seite auf und los ging's. Es tut so gut mit Freunden zu reden. Ich kann dadurch einfach mal wieder ein bisschen in die Realität zurückkehren. Deren Leben geht normal weiter, ich lebe meins Tag für Tag momentan. Ich weiß nie wie es mir in der nächsten Stunde gehen könnte. Deshalb genieße ich jede Minute.
Laute Musik, Sonne, blauer Himmel, frisches Obst und meine Freunde. Dazu tanze ich immer wieder in unserer Wohnung herum und denke mir "Das Leben ist schön".
Heute ist aber ein guter Tag. Als ich aufwachte lag ich noch eine Weile im Bett und döste nur so rum. Die Sonne schien durch das Fenster und ich machte das Radio an. Das gibt einem unheimlich viel Kraft. Aus dem Kühlschrank holte ich mir frische Himbeeren und Blaubeeren, hmm einfach nur lecker. Generell habe ich nur noch Hunger auf frische Sachen, Obst und Gemüse.
Dann Laptop an, facebook Seite auf und los ging's. Es tut so gut mit Freunden zu reden. Ich kann dadurch einfach mal wieder ein bisschen in die Realität zurückkehren. Deren Leben geht normal weiter, ich lebe meins Tag für Tag momentan. Ich weiß nie wie es mir in der nächsten Stunde gehen könnte. Deshalb genieße ich jede Minute.
Laute Musik, Sonne, blauer Himmel, frisches Obst und meine Freunde. Dazu tanze ich immer wieder in unserer Wohnung herum und denke mir "Das Leben ist schön".
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Mittwoch, 16. April 2014
Meine Familie und der Krebs
suvida, 01:18h
Meine Mutter ist am Wochenende zu mir gekommen ,um mich in der ersten Woche nach der Chemo zuhause zu unterstützen. Sie wohnt ca 500km von mir entfernt und da meine restliche Familie, die nur ca 4km von mir entfernt wohnt, sich nicht um mich sorgt, macht sie es wenigstens. Seit der Untersuchung ist sie ganz nah bei mir, obwohl sie weit weg wohnt. Wir telefonieren seitdem jeden Tag und nun ist sie für mehr als eine Woche hier.
Meine Großeltern, Onkel, Tanten und Kusine, die hier um die Ecke wohnen, scheren sich einen Dreck um mich. Ich habe manchmal das Gefühl, die glauben mir einfach gar nicht, dass ich Krebs habe. Für sie ist es so was wie eine Grippe. Als ich meine Oma heute darauf ansprach, dass ich Zuneigung und Liebe brauche sowie jemanden der sich um mich kümmert schrie sie mich an " Tu doch nicht so krank! und hab nicht so eine große Klappe! uns geht#s auch nicht gut!!!" Ich war einfach baff von so viel Kaltherzigkeit, schüttelte den Kopf, drehte mich um und ging.
Als ich ihr vorher sagte, dass mein Freund sich sehr um mich kümmert und auch seine Familie, da stieß ich nicht auf liebevolle Zuneigung sondern eher auf diese Sätze "Ja richtig, dass er sich um dich kümmert. Muss ja auch zeigen, dass er dich will!!!" Perplexer hätte ich nicht drein gucken können...Und auch die Chemo, das ist ja nur eine Therapie wo ich Tabletten schlucken würde. Manchmal frage ich mich in was für einer Welt sie leben. Ich war einfach nur noch müde und wollte gehen. Selbst mein Onkel meinte "ja so ist das eben" als meine Mutter ihn drauf ansprach warum sie mir denn nicht mal helfen könnten. Ich denke ich weiß jetzt, dass diese Familie nicht wie eine Familie handelt. Was muss denn noch passieren, damit sie aufwachen und mich fragen "Können wir dir irgendwie helfen? Brauchst du etwas?" Stattdessen rufen sie mich nur im Krankenhaus an und fragen warum ich denn zuhause nicht ans Telefon gehe. Mir fehlen die Worte.
Meine Großeltern, Onkel, Tanten und Kusine, die hier um die Ecke wohnen, scheren sich einen Dreck um mich. Ich habe manchmal das Gefühl, die glauben mir einfach gar nicht, dass ich Krebs habe. Für sie ist es so was wie eine Grippe. Als ich meine Oma heute darauf ansprach, dass ich Zuneigung und Liebe brauche sowie jemanden der sich um mich kümmert schrie sie mich an " Tu doch nicht so krank! und hab nicht so eine große Klappe! uns geht#s auch nicht gut!!!" Ich war einfach baff von so viel Kaltherzigkeit, schüttelte den Kopf, drehte mich um und ging.
Als ich ihr vorher sagte, dass mein Freund sich sehr um mich kümmert und auch seine Familie, da stieß ich nicht auf liebevolle Zuneigung sondern eher auf diese Sätze "Ja richtig, dass er sich um dich kümmert. Muss ja auch zeigen, dass er dich will!!!" Perplexer hätte ich nicht drein gucken können...Und auch die Chemo, das ist ja nur eine Therapie wo ich Tabletten schlucken würde. Manchmal frage ich mich in was für einer Welt sie leben. Ich war einfach nur noch müde und wollte gehen. Selbst mein Onkel meinte "ja so ist das eben" als meine Mutter ihn drauf ansprach warum sie mir denn nicht mal helfen könnten. Ich denke ich weiß jetzt, dass diese Familie nicht wie eine Familie handelt. Was muss denn noch passieren, damit sie aufwachen und mich fragen "Können wir dir irgendwie helfen? Brauchst du etwas?" Stattdessen rufen sie mich nur im Krankenhaus an und fragen warum ich denn zuhause nicht ans Telefon gehe. Mir fehlen die Worte.
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Samstag, 12. April 2014
Tag 22
suvida, 08:52h
"Ich habe leider schlechte Nachrichten für Sie. Das was Sie gefühlt haben ist ein Tumor", sagte die Ärztin am anderen Ende des Telefonhörers. Eine Welt brach zusammen. Mein Körper wurde warm, fing überall an zu kribbeln und ich wusste nicht was nun auf mich zukommen würde. "Am Mittwoch haben Sie das Vorgespräch im Krankenhaus, da müssen wir schauen ob Chemo oder nicht..." Chemo? Das konnte nur bedeuten, dass ich todkrank sei, dachte ich mir. Ich hatte Angst, einfach nur Angst.
Vor genau drei Wochen bekam ich diese Nachricht. Seitdem hat sich viel in meinem Leben geändert. Eigentlich hat sich alles geändert. Ich gehe nicht mehr arbeiten, weil ich irgendwie jeden Tag zu einem Arzt muss, der Voruntersuchungen machen muss. Oder 4Tage im Krankenhaus war, damit dieser Portkatheter für die Chemo eingebaut werden musste. Dabei wurde auch gleich der Lymphknoten entnommen, um zu schauen, ob die Krebszellen schon weiter gewandert sind.
Da die Haare ausgehen werden während der Chemo habe ich mich auch schon um eine Perücke gekümmert. Oh man das fühlte sich so komisch an. Ich kam in einen kleinen Raum gefüllt mit Perücken, Tüchern, Haarbändern, unechten Wimpern und aufmalbaren Augenbrauen. Da ich mir gerade die Haare habe langwachsen lassen fällt mir dieser Schritt besonders schwer. So lange sie aber noch nicht ausfallen lasse ich sie auf meinem Kopf. Erst wenn der erste Büschel ausfällt gehe ich wieder dorthin, rasiere mir die Haare ab und dann kann die Perücke wieder angepasst werden.
Gestern war dann die erste Chemo dran. Um ehrlich zu sein war das wohl der einfachste Part während der ganzen Chemo Therapie. Du kommst in einen Raum mit 3Sesseln die individuell einstellbar sind für Füße und Rücken. Du wirst betüddelt mit Tee, Kaffee und Wasser und ständig redet eine liebe Schwester mit dir über Gott und die Welt. Als wäre es eine jahrelange Freundin.
Das war im Krankenhaus schon so. Krebspatienten werden dort anders behandelt. Die Schwestern werden darum gebeten, mit den Patienten zu reden, ihnen Mut zuzusprechen, für sie da zu sein.
Nach der Chemo ging ich nach Hause, legte mich hin und ruhte mich einfach nur aus. Irgendwann kam die Übelkeit, und dann kam das erste Mal Erbrechen. Auch wenn ich Tabletten gegen die Übelkeit bekommen habe, so wirkte die 2. schon nicht mehr. Gegen 8Uhr abends konnte ich dann nicht mehr. Ich ging raus, machte die Musik an und fuhr mit meinem Freund zu REWE und kaufte Zwiback sowie tausende Sorten von Tees ein und Kaugummis von Wrigleys Juicy Fruit. Irgendwie half mir dieses Kaugummi kauen sehr. Zuhause angekommen verschlang ich das Zwiback nur so in mich hinein. Und behielt es auch in mir.
Mein Freund ist immer da, seit der ersten Minute. Bei jeder Untersuchung oder Gespräch nimmt er sich Zeit für mich. Das hilft mir sehr, gerade weil meine Mutter nicht hier bei mir wohnt. Und meine Familie, die hier gleich 4km um die Ecke wohnt, die meldet sich erst gar nicht bei mir. Und wenn sie das tut, dann kommen Vorwürfe "sie wären ja auch krank" oder "haben ja auch so viel zu tun, und könnten deshalb nicht vorbeikommen..."
Auch wenn diese Zeit eine schwere Zeit ist, so zeigt sie mir jeden Tag, welchen Menschen wirklich für mich da sind und sich für mich als Freundin interessieren. Klar kann nicht jeder immer bei dir sein, aber ein paar liebe Worte, Anrufe, Briefe oder aufmunternde Worte machen diese Zeit erträglicher. Und es zeigt mir jedes Mal, dass ich nicht aufgeben kann, da es schon so viele Menschen um mich herum gibt, die an mich glauben.
Der erste Schritt ist geschafft, die Chemo hat begonnen. Für die nächsten 24 Wochen wird dies mein Leben sein. Dach kommt die OP, wenn sich der Tumor verkleinert hat, dann Strahlentherapie, dann Hormontherapie. Warum die Hormtherapie? Auf meinem Brusttumor befinden sich Rezeptoren die sich Hormone zum Wachsen greifen. Durch die Hormontherapie oder auch künstlich eingestellten Wechseljahre werden meinem Körper die Hormone entzogen, so dass die Krebszellen keine Chance haben zu wachsen.
Mal sehen was der heutige Tag so bringt. Übel ist mir auch schon wieder....
Vor genau drei Wochen bekam ich diese Nachricht. Seitdem hat sich viel in meinem Leben geändert. Eigentlich hat sich alles geändert. Ich gehe nicht mehr arbeiten, weil ich irgendwie jeden Tag zu einem Arzt muss, der Voruntersuchungen machen muss. Oder 4Tage im Krankenhaus war, damit dieser Portkatheter für die Chemo eingebaut werden musste. Dabei wurde auch gleich der Lymphknoten entnommen, um zu schauen, ob die Krebszellen schon weiter gewandert sind.
Da die Haare ausgehen werden während der Chemo habe ich mich auch schon um eine Perücke gekümmert. Oh man das fühlte sich so komisch an. Ich kam in einen kleinen Raum gefüllt mit Perücken, Tüchern, Haarbändern, unechten Wimpern und aufmalbaren Augenbrauen. Da ich mir gerade die Haare habe langwachsen lassen fällt mir dieser Schritt besonders schwer. So lange sie aber noch nicht ausfallen lasse ich sie auf meinem Kopf. Erst wenn der erste Büschel ausfällt gehe ich wieder dorthin, rasiere mir die Haare ab und dann kann die Perücke wieder angepasst werden.
Gestern war dann die erste Chemo dran. Um ehrlich zu sein war das wohl der einfachste Part während der ganzen Chemo Therapie. Du kommst in einen Raum mit 3Sesseln die individuell einstellbar sind für Füße und Rücken. Du wirst betüddelt mit Tee, Kaffee und Wasser und ständig redet eine liebe Schwester mit dir über Gott und die Welt. Als wäre es eine jahrelange Freundin.
Das war im Krankenhaus schon so. Krebspatienten werden dort anders behandelt. Die Schwestern werden darum gebeten, mit den Patienten zu reden, ihnen Mut zuzusprechen, für sie da zu sein.
Nach der Chemo ging ich nach Hause, legte mich hin und ruhte mich einfach nur aus. Irgendwann kam die Übelkeit, und dann kam das erste Mal Erbrechen. Auch wenn ich Tabletten gegen die Übelkeit bekommen habe, so wirkte die 2. schon nicht mehr. Gegen 8Uhr abends konnte ich dann nicht mehr. Ich ging raus, machte die Musik an und fuhr mit meinem Freund zu REWE und kaufte Zwiback sowie tausende Sorten von Tees ein und Kaugummis von Wrigleys Juicy Fruit. Irgendwie half mir dieses Kaugummi kauen sehr. Zuhause angekommen verschlang ich das Zwiback nur so in mich hinein. Und behielt es auch in mir.
Mein Freund ist immer da, seit der ersten Minute. Bei jeder Untersuchung oder Gespräch nimmt er sich Zeit für mich. Das hilft mir sehr, gerade weil meine Mutter nicht hier bei mir wohnt. Und meine Familie, die hier gleich 4km um die Ecke wohnt, die meldet sich erst gar nicht bei mir. Und wenn sie das tut, dann kommen Vorwürfe "sie wären ja auch krank" oder "haben ja auch so viel zu tun, und könnten deshalb nicht vorbeikommen..."
Auch wenn diese Zeit eine schwere Zeit ist, so zeigt sie mir jeden Tag, welchen Menschen wirklich für mich da sind und sich für mich als Freundin interessieren. Klar kann nicht jeder immer bei dir sein, aber ein paar liebe Worte, Anrufe, Briefe oder aufmunternde Worte machen diese Zeit erträglicher. Und es zeigt mir jedes Mal, dass ich nicht aufgeben kann, da es schon so viele Menschen um mich herum gibt, die an mich glauben.
Der erste Schritt ist geschafft, die Chemo hat begonnen. Für die nächsten 24 Wochen wird dies mein Leben sein. Dach kommt die OP, wenn sich der Tumor verkleinert hat, dann Strahlentherapie, dann Hormontherapie. Warum die Hormtherapie? Auf meinem Brusttumor befinden sich Rezeptoren die sich Hormone zum Wachsen greifen. Durch die Hormontherapie oder auch künstlich eingestellten Wechseljahre werden meinem Körper die Hormone entzogen, so dass die Krebszellen keine Chance haben zu wachsen.
Mal sehen was der heutige Tag so bringt. Übel ist mir auch schon wieder....
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